Heinrich-Heine-Gesellschaft e.V.

Über die Gesellschaft

Die Heinrich-Heine-Gesellschaft wurde am 17. Februar 1956, dem 100. Todestag Heines, in Düsseldorf gegründet, um das Werk Heines und die damit verbundenen zeitkritischen Anliegen einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln. Aus kleinen Anfängen hat sich die Gesellschaft zu einer der progressivsten und angesehensten literarischen Gesellschaften der Bundesrepublik Deutschland entwickelt. Sie zählt heute über 1200 Mitglieder in vielen Ländern. Ihr Standort ist Düsseldorf, ihre Kontakte sind überregional und international. Sie ist der 1979 entstandenen »Association des amis de Henri Heine« in Frankreich und der seit 1981 bestehenden »North-American Heine-Society« engstens verbunden.

Erklärte Voraussetzungen und Ziele der Heine-Gesellschaft sind die Zusammenarbeit mit dem Heinrich-Heine-Institut, mit der Heine-Forschung, mit Lehrerinnen und Lehrern aller Schularten, mit Universitäten, mit Schriftstellerinnen und Schriftstellern. Ihre großzügige finanzielle Unterstützung ermöglicht dem Institut immer wieder Neuerwerbungen, die das Heine-Archiv erweitern und vervollständigen. Die Heine-Gesellschaft ist Mitherausgeberin des Heine-Jahrbuchs, sie initiiert und unterstützt Heine-Publikationen und verleiht die Ehrengabe der Heinrich-Heine-Gesellschaft als Literaturpreis.

Die Mitgliedschaft in der Heine-Gesellschaft und das sich dadurch aussprechende Engagement bedeuten Anregung und Bereicherung auf vielfältige Weise, ganz gleich, ob das individuelle Interesse fachwissenschaftlich, politisch, biographisch, didaktisch oder einfach literarisch-gesellig ausgerichtet ist. Aus der bis heute aufregenden Persönlichkeit Heines und seinem stets lebendigen Werk ergeben sich die Voraussetzungen für unterschiedlichste Programme, Themen, Gespräche und Reisen. Die Kooperation mit dem Heine-Institut ermöglicht die vielfältigsten Aspekte und Aktionen von internationaler Wirkung.

Literatur muß, um lebendig und unter den verschiedensten Bedingungen wirksam zu sein, vermittelt, gelesen, verstanden, besprochen, kritisiert werden. Dazu ist neben den relativ abgeschlossenen Bereichen von Schule und Ausbildung, von Verlagsinteressen, von literarischer Kritik und wissenschaftlicher Bemühung ein eigener Bereich des intensiven Kontakts zwischen den Lesern, den Autoren und den Vermittlern, d.h. Kritikern, Verlegern, Lehrern, Wissenschaftlern nötig. Die literarische Gesellschaft bietet hier ein Forum für Meinungsaustausch, gegenseitige An- und Aufregung, Kontroverse und Meinungsbildung, aber auch literarische Geselligkeit.

Literarische Werke und ihre Autoren müssen, um zu leben, jenen notwendigen öffentlichen und persönlichen Freiheitsraum gewinnen, der die Entfaltung von Alternativen, von Kritik, von Irritation, Phantasie, Neuerung, Erinnerung und ihrer jeweiligen sprachlichen Gestaltung ermöglicht. Die Heinrich-Heine-Gesellschaft will somit offen sein für verschiedene geistige und politische Richtungen, sie versteht sich als Vereinigung von Menschen, die den spezifischen Freiheitsraum der Literatur ausbauen und sichern helfen, wie er in der Heine-Zeit, der Zeit des Jungen Deutschland und des Vormärz, schon angestrebt worden ist.