Das letzte Wort der Kunst

Heinrich Heine und Robert Schumann zum 150. Todesjahr

Ein Projekt in der Landeshauptstadt Düsseldorf
Februar bis Juni 2006

Heinrich Heine, in Düsseldorf geboren, starb am 17. Februar 1856; Robert Schumann, der seine letzten schöpferischen Jahre in Düsseldorf verbrachte, am 29. Juli des gleichen Jahres. Das 150. Todesjahr des Dichters und des Komponisten nimmt die Landeshauptstadt Düsseldorf zum Anlass, im Rahmen eines weit gefächerten, Sparten übergreifenden Projektes mit Beiträgen und Positionen aus den Bereichen der Literatur, der Musik, der bildenden Kunst und des Theaters an diese beiden herausragenden Figuren der Kulturgeschichte zu erinnern.

Der Startschuss fällt am 17. Februar 2006, 20 Uhr, mit der Verleihung der Ehrengabe der Heinrich-Heine-Gesellschaft e.V. an Alice Schwarzer im Rahmen einer Feierstunde im Opernhaus. Als Laudator konnte Avi Primor gewonnen werden, als Rezitatorin Hanna Schygulla.

Am 18. Februar öffnet das Heine-Geburtshaus an der Bolker Straße seine Pforten – mit einer Nonstop-Lesung prominenter Autoren rund um das Werk Heinrich Heines.

Im Zentrum des Gedenkjahres steht »Das letzte Wort der Kunst«: Die Kunsthalle Düsseldorf und das Heinrich-Heine-Institut zeigen vom 12. März bis 11. Juni 2006 in Zusammenarbeit mit der Schumann-Forschungsstelle und der Kunstakademie eine Ausstellung, die das Wirken der beiden Künstler mit der Gegenwart des 21. Jahrhunderts verbindet: »Erinnerungsräume« mit Dokumenten und Zeitzeugnissen stehen neben aktuellen, thematisch korrespondierenden Beiträgen von Studierenden der Kunstakademie Düsseldorf. Der Titel der Ausstellung entstammt Heines Lutezia: »Die Musik ist vielleicht das letzte Wort der Kunst, wie der Tod das letzte Wort des Lebens.«

Integraler Bestandteil der Ausstellung ist der Aufbau eines Experimentaltheaters im Kinosaal der Kunsthalle für etwa 100 Zuschauer. Eine Hauptrolle auf dieser Bühne spielt die Musiktheater-Collage »Die Schönheit der Schatten«, eine Inszenierung des renommierten Film-, Schauspiel- und Opernregisseurs Werner Schroeter, die, ausgehend von Texten Heines und Kompositionen Schumanns, eine utopische Zeitreise in die Kindheit der beiden Künstler unternimmt. Premiere ist im März 2006.

Im Rahmen eines von der EU-Kommission geförderten Workshops werden internationale Auftragskompositionen erarbeitet und zusammen mit neu entstandenen Texten uraufgeführt; weitere theatralische und musikalische Veranstaltungen sind geplant.

Flankiert wird der Veranstaltungskanon zum 150. Todesjahr von Heinrich Heine und Robert Schumann vom landesweiten Schülerwettbewerb der Heinrich-Heine-Gesellschaft Wort. Zeit. Rhythmus und von einem wissenschaftlichen Kongress an der Heinrich-Heine-Universität gemeinsam mit dem Heinrich-Heine-Institut und der Robert-Schumann-Hochschule, der sich vom 7. bis 10. Mai 2006 dem Thema »Übergänge. Zwischen Künsten und Kulturen« widmet.