Heinrich-Heine-Gesellschaft e.V.

Aktuelles

20.2.08

Ferienakademie: »Auf die Berge will ich steigen«

Heinrich-Heines Harzreise. Literarische Spurensuche

5. bis 10. Juni 2008

Der junge, aus Düsseldorf stammende Heine wanderte ab Mitte September 1824 für fast vier Wochen von Göttingen, wo der bereits als Schriftsteller hervorgetretene Student sein Jurastudium abschließen wollte, über Nordheim, Osterode, Clausthal, Goslar und den Brocken nach Ilsenburg, Wernigerode, Elbingerode, Eisleben, Halle, Weißenfels, Naumburg, Jena und Weimar. Dort besuchte er am 2. Oktober 1824 Johann Wolfgang von Goethe, ein Zusammentreffen, das leider nur als wenig gelungen zu bezeichnen ist. Über Erfurt, Gotha, Eisenach und Kassel ging es zurück nach Göttingen, wo er das Studium im Juli 1825 erfolgreich beendete.

Zuvor hatte sich der junge Autor, der aus einer rheinisch-bergisch jüdischen Familie stammte, in Heiligenstadt, im dezidiert katholischen Eichsfeld, so unauffällig wie möglich evangelisch taufen lassen, denn für eine angestrebte Position im öffentlichen Dienst war eine christliche Konfessionszugehörigkeit Voraussetzung. Interessant ist auch, dass Heine seine Harzreise zur Erlösungsgeschichte aus den dumpfen Lehrsälen einer der renommiertesten Universitätsstädte zugunsten der freien, hoch gelegenen Natur stilisierte. Mit den vielen Tannen könne er ohne Probleme sein gesamtes Werk ausstatten, meinte der junge Schriftsteller.

An authentischen Orten in Heines literarisches Werk „Die Harzreise“ einzutauchen, den Zeitläufen und dem damaligen Lebensgefühl nachzugehen, dazu lädt diese Ferienakademie ein, ohne (kunst-)geschichtliche Aspekte aus dem Blick zu verlieren. Fachkundig führen werden Sie Professor Dr. Joseph A. Kruse, Leiter des Heinrich-Heine-Instituts, sowie Rainer Thiesen.

Weitere Details zu diesem Angebot der Thomas-Morus-Akademie Bensberg entnehmen sie bitte dem Faltblatt (PDF, 170 KB).

#

Powered by Blogger

Newsfeed für die Rubrik Aktuelles: Atom | RSS